DSL 2016 in Techuana

Tag 9 - Abbau

Langsam neigte sich das DSL dem Ende zu. Heute musste wie besprochen alles, was aus Bauholz gebaut worden war, abgebaut werden. Zuvor möchte ich noch anmerken, dass das DSL-Team die Menge des Bauholzes außerordentlich gut kalkuliert hat. Es blieben noch 2 Stapel Holz übrig und niemand konnte sich beschweren, zu wenig gehabt zu haben. Jedes Subcamp bekam einen Aufgabenbereich, den es abbauen sollte. Dazu gehörten zum Beispiel die Stufenwelten, die Pinnwand, die Open-Stage etc. Letzteres sollte allerdings erst am folgenden Tag abgebaut werden, dazu aber zu einem späteren Zeitpunkt mehr.

Natürlich sollte sich jedes Subcamp auch um die eigenen Lagerbauten kümmern. Da viele Stämme die Chance nutzen wollten, ihre Zelte auf der Wiese zu trocknen, bauten auch einige ihre Kothen und Jurten heute schon ab. Um die letzte Nacht nicht unter freiem Himmel verbringen zu müssen, gab es die irrwitzigsten Methoden: Ein Stamm schlief in der großen Aufenthaltsjurte, ein anderer Stamm im bis dato schon leeren Küchenzelt, ein paar Wölflinge schliefen im Matratzenlager und wiederum andere bauten sich aus einer Bodenplane einen Unterschlupf. Am späten Nachmittag regnete es noch einmal. So zeigte sich, welcher Unterschlupf wirklich etwas taugte. Außerdem merkte ich, dass doppelte Regenbögen scheinbar doch nicht so selten sind wie ich dachte, denn es waren schon wieder zwei zu sehen.

Die bereits abgebauten Zelte wurden in der Sonne getrocknet und zusammengepackt. Am Ende gab es eine klassische Müllkette und somit war unser Subcamp fertig.

Abends gab es noch eine große Überraschungsparty, die an der Open-Stage hinter einem Vorhang aus Jurtenstoff auf uns wartete… 5 Fahrräder, die gemeinsam Strom für eine Anlage zur Verfügung stellten, an der ein DJ Musik auflegte. Nach 9 Tagen Lagerfeuerromantik mit Gitarren war das eine gelungene Überraschung. Der Clue an der Sache war, dass immer gestrampelt werden musste, damit die Musik nicht aus ging. Wollte man sich abwechseln, dann war das natürlich nur einzeln möglich. Wenn 2 oder 3 Personen gleichzeitig wechseln wollten, ging -oh Wunder- die Musik aus. An einer Anzeige konnte man sehen, ob man zu wenig oder zu viel Strom produzierte.

Die Überraschung wurde super angenommen, neben zahlreichen Polonaisen und Macarena-Tänzen wurde auch so mancher Discofox getanzt, was besonders mich als Tänzer erfreute :). Während an der Open-Stage die Party abging, konnte man natürlich auch weiter die Lagerfeuerromantik in der Arena genießen, in der an diesem Tag ein besonders großes Feuer gemacht worden war.