DSL 2016 in Techuana

Tag 5 - KUCHEN!

Ein weiterer Tag in Techuana. Die Rover und Leiter lebten mit der ständigen Angst, durch ein Schnipsen umgebracht zu werden. Zum Frühstück gab es Mohrenkopfbrötchen und in unserem Subcamp spielte fast jeder Wikingerschach. Der Rest schaute zu, feuerte sein Team an und sang zum Klang einer Gitarre.

Währenddessen backte man im Subcamp Franzl einen Kuchen mithilfe eines speziellen Topfs über dem offenen Lagerfeuer. Nach gefühlten 2 Stunden war dieser dann auch fertig. Das Warten hatte sich definitiv gelohnt, heraus kam ein fast perfekter, super leckerer Schokokuchen mit Schokoschnipseln. Dieser wurde sogleich im Rahmen des “unplugged” DSL-Abzeichens dem verantwortlichen Leiter zur Verkostung dargeboten.

Zwischendurch wurde ich hinterlistig in der Pfadi-Welt umgebracht, als ich eine der wichtigsten Regeln missachtete: “Vertraue niemandem”. Lange Rede, kurzer Sinn, ich sollte mir mit jemandem, dem ich nicht hätte trauen dürfen, die Pfadi-Welt anschauen und mitten im Gespräch geschah es :(.

Aus Kummer trank ich erstmal einen Milchshake, den man am Fahnenplatz wegen mangelnden Stroms erradeln musste. Ein eigens dafür umgebauter Mixer wurde mit dem Fahrrad betrieben. Natürlich durfte jeder, der mochte, einen Milchshake machen und auch probieren. Ich würde sagen, der schmeckte wie mit einem elektrischen Mixer gemacht, wenn nicht sogar besser.

Für alle Alleinstehenden gab es am Eingangstor zum Subcamp Franzl eine Singlebörse mit einigen mehr oder weniger ernst gemeinten Anzeigen.

Alles in allem war es ein ruhiger, normaler Tag in einem Pfadfinderlager, bis plötzlich ein Sturm aufzog, was nach so vielen sonnigen Tagen gar nicht so untypisch ist hier in den Bergen. Panisch wurde sich um jedes Zelt gekümmert. Sitzt die Abdeckplane richtig? Können wir das Zelt besser abspannen? Bleiben unsere Sachen trocken? Das waren Fragen, die jeder beantwortet wissen wollte. Innerhalb von Minuten kamen viele Liter Wasser herunter, einige Zelte standen unter Wasser, so manches gab im Wind nach und musste im strömenden Regen von mehreren Leuten festgehalten werden. Um Schlimmeres zu verhindern, wurden auch so manche Gräben gegraben.

Nach 30 Minuten war der Regen vorbei. Alles, was nass war, wurde am Lagerfeuer getrocknet und es wurden Ideen ausgetüftelt, wie man die Folgen eines Gewitters in Zukunft möglichst gering halten konnte. Währenddessen nutzten ein paar Rover und Leiter die nasse Wiese als Rutschbahn.

Abends gab es auf der “Open-Stage” Shows und Gesangseinlagen.


Ich würde trotzdem oder genau deshalb sagen, dass es ein ganz normaler Tag im Lager war. Sowas gehört doch einfach dazu.